Montag, 11. November 2013

[Lesung] Dietrich Faber

 
Kurze Erklärung vorab, warum es nun 2 Wochen gedauert hat, bis dieser Bericht online geht. Es ist/war ja ein Geburtstagsgeschenk von meiner kleinen-großen Schwester und somit mussten sich alle etwas in Geduld üben. Genau und wer richtig kombiniert hat, weiß wann ich Geburtstag habe ;-)

ACHTUNG: Längerer Bericht und Bilderflut am Ende

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Heute (27.10.13) ist es endlich soweit. Lang erwartet findet endlich die Lesung von Dietrich Faber statt. Dieses Mal ist ein ganz außergewöhnlicher Ort für die Lesung gewählt worden… ein Schiff. Kreuzfahrt auf dem Zwischenahner Meer, organisiert von der Bibliothek am Meer und der Reederei Ekkenga "Weisse Flotte". Das Wetter empfängt den Gast aus dem Süden, wie es sich gehört, mit einer steifen Brise, damit klar gemacht wird, hier wohnt ein etwas härteres Publikum. Aber schon kommen die ersten Zweifel auf… was, wenn das Schiff nicht fährt, oder Dietrich Faber seekrank wird… doch davon später mehr.

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Also auf zum Zwischenahner Meer. Sonne, Wind, bunte Blätter… ein echtes Postkartenidyll… ach nein, soll ja kein Rosamunde Pilcher… aber lassen wir das. Erwartungsfroh entern die ersten Gäste (unter denen natürlich auch wir sind) das Schiff. Die Atmosphäre hat ein wenig was vom Liegenreservieren im Urlaub, denn schließlich möchte jeder dem Autor so nah wie möglich gegenüber sitzen…. Ach wir frühstücken erst. Gut, damit haben sich die Zweifel von heute Morgen, ob Dietrich Faber die ganze Zeit in kauende Gesichter schauen muss, auch geklärt. Ein genauer Ablaufplan wäre ja recht schön gewesen… man möchte ja schließlich nichts verpassen. Also alle Mann an Bord und los geht es. Das äußerst leckere Frühstücksbufett wurde vom Strandcafé Bad Zwischenahn ausgerichtet. Kauender Weise konnte die Fahrt bei noch ruhiger See genossen werden.

Doch was ist nun los?.....

….schwuppdiwupp und wir sind wieder an der Anlegestelle. Ööööhm…. Wir hatten den Autor bislang nur vorbeihuschen sehen und dort sitzt (unseres Wissens nach, falls er nicht mit dem Heli abgeholt worden ist) auch immer noch. Lesung auf dem Schiff… Meer oder doch an Land… naja. Aber da wirft der Kapitän den Rückwärtsgang ein und legt wieder ab. Hat ein bisschen was von Karussell fahren.

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Jetzt sind alle abgefüttert und nichts wie ab nach oben (auch da gehören wir natürlich zu den ersten). Und nun? Rechts oder lieber links hinsetzen. Mehr vorne, mehr hinten. Wo kann man am besten fotografieren, huch schwer. Naja, erste Wahl ist immer die beste Wahl. Und dann geht es auch (schon) los. Dietrich Faber lässt sich nicht lange bitten und geht mit dem Publikum in ein verbindliches Du-Siezen; die Form von Siezen, die eigentlich ein Duzen ist, weil wir sitzen ja alle im gleichen Boot… Verzeihung.. Schiff.

Ohne viel Berührungsängste geht es nach kurzer Vorstellung der Charaktere – erstaunlicherweise haben nur 4 Anwesende das Buch „Toter geht’s nicht“ oder „Der Tod macht Schule“ gelesen, aber fast alle Anwesenden (wahrscheinlich außer denen, die eins der Bücher gelesen haben) kennen die Region Vogelsberg oder haben wenigstens davon gehört, auch schon ans Eingemachte. Die sehr aktive Darstellung des Tango-Kurses von Kommissar Bröhmann treibt die anwesenden Damen in quietschende Begeisterung (man hört auch den ein oder anderen mitgebrachten Herrn vor sich hin brummeln, was man durchaus als Begeisterung interpretieren kann).

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Die anwesenden Damen werden wohl für einen längeren Zeitraum kein „Ramtamtam..“ mehr hören können, ohne wieder in quietschende Begeisterung auszubrechen.

Die See…sorry… das Meer wird „etwas“ rauer……

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Eine Ablenkung verursachte zwischendurch ein einsamer Surfer bei den Anwesenden. Gerade als Dietrich Faber sich wunderte warum ihm keiner mehr so richtig zuhörte, platsch…. lag der Surfer auch schon im Wasser….

Zitat Dietrich Faber: „Ja, so eine Kreuzfahrt auf dem "Meer" hat schon was…“

 

Nach kurzer Zeit sind die Fenster so beschlagen, dass sich der Autor darauf verlassen kann, dass die anwesenden Gäste sich ausschließlich auf ihn konzentrieren, da eine Ablenkung quasi ausgeschlossen ist. Wo sollte man auch anders hin. Aufgrund der steigenden Temperaturen entledigte sich Dietrich Faber auch kurzerhand seines Jacketts, so dass die Atmosphäre gleich noch ein bisschen familiärer wurde.

Nachdem das Outfit etwas lässiger wurde, hat sich Dietrich Faber auch dem eher lässigen Charakter des Praktikanten… zugewendet, dessen kernige Art er mit viel körperlicher Aktivität anschaulich unterstrichen hat.

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Um sich nach der bis dahin für den Autor sehr schweißtreibenden, aber für die Gäste sehr unterhaltsamen Darbietung ein bisschen Luft zu verschaffen, wurden dann doch die norddeutschen Eigenheiten, einen See Meer zu nennen, Rechnung getragen und ein wenig mit aufsteigender Seekrankheit kokettiert, was den anwesenden Damen die Sorgenfalten auf die Stirn trieb.

Nachdem wieder genug Luft vorhanden war, hat Dietrich Faber auch noch ein weiteres Talent preisgegeben, was ihn endgültig in die Herzen der Damen gespielt hat und die Gitarre ausgepackt. Man möge verzeihen, dass wir an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen.

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In der anschließenden Signatur-Halbestunde  hatten noch einmal alle die Möglichkeit, ihrem jetzt Lieblingsautor noch ein bisschen näher zu kommen, was auch gerne ausgenutzt wurde.

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Als Fazit bleibt zu sagen, dass die Lesung ein sehr unterhaltsames Event war, in dem ein sehr sympathischer Autor sein Publikum jederzeit im Griff hatte und dass sicherlich alle mit dem Gefühl verlassen haben, einen sehr unterhaltsamen Start in den Tag erlebt zu haben. Wer einmal die Möglichkeit hat Dietrich Faber live zusehen, sollte es unbedingt nicht verpassen.

Bilderflut

hier noch ein paar Impressionen

 

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  Die Suche nach den richtigen Plätzen

 

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Wer kennt die Bücher?

Wer kennt den Vorarlberg?

 

 

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5 Finger hat ein Autor…
oder sind es 5 Protagonisten
die vorgestellt werden

 

 

 

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… ist mal keine Tanzpartnerin zur  Hand, kann man auch den Notenständer umfunktionieren

 







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Jeder Tanz hat mal ein Ende

 

 

 

 

 

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Der Praktikant betritt das Parkett

 

 

 

 

 

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und singen kann er auch…….

 

 

 

 

 

 

Und wie es immer am Ende so ist, geht jetzt noch ein dickes DANKE an,

Dietrich Faber für den amüsanten Vormittag

Strandcafé Bad Zwischenahn für das leckere Frühstück

Reederei Ekkenga "Weisse Flotte" für die außergewöhnliche Location

den Kapitän (leider weiß ich den Namen nicht)für die sichere Überquerung des Zwischenahner Meer

Bibliothek am Meer für die Veranstaltung

und ein ganz besonders Dank geht an meine Schwester die mir diesen Geburtstagswunsch erfüllt und den Text verfasst hat.

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